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Der anhaltende Winter
brachte Wasser in Form von
Schnee, als die Landfrauen
der Kreisverbände Gifhorn
Nord und Süd ihr
diesjähriges Jahresseminar
starteten, das sie zusammen
mit der
Kreisarbeitsgemeinschaft der
LEB ( Ländliche
Erwachsenenbildung) Gifhorn
organisiert hatten.

Im Mittelpunkt des
Interesses stand das Wasser
– unverzichtbares
Lebensmittel für Mensch,
Tier und Pflanze.
Der Auftakt begann mit einer
Exkursion zur Granetalsperre.
Das Granesystem aus
Wasserwerk und Talsperre
bildet heute den zentralen
und größten Teil der
Wasserversorgung aus dem
Harz. Hieraus werden weite
Gebiete wie Braunschweig,
Bremen, Hannover, Hildesheim
und auch das VW-Werk
Wolfsburg vollständig mit
hochwertigem Trinkwasser
beliefert.
Den folgenden Teil
bestritten die Referenten
Dr. Heinz Sourell vom
Heinrich v. Thünen Institut
Braunschweig und PD Dr.
Thomas Dockhorn vom Institut
für
Siedlungswasserwirtschaft
der TU Braunschweig.
Ersterer schlug einen Bogen
von wassersparenden
Technologien über die
Nutzung verschiedener
Bewässerungssysteme hin zur
Bedeutung der Ressource
Wasser global und lokal.
Dr. Dockhorn ging auf die
internationalen
Entwicklungen im Bereich der
Wassernutzung und dem daraus
entstehenden
Konfliktpotential ein. Dabei
beleuchtete er intensiv die
Bedeutung der
Abwasserwirtschaft, deren
Potentiale bei weitem nicht
genutzt werde - weder
ökonomisch noch ökologisch.
Mit dem
entwicklungspolitisch
wichtigen Thema „ Konflikte
um Wasser am Beispiel
Tansania“ schloss die
Referentin Dipl.Ing. Sigrid
Pessel vom DED ( Deutscher
Entwicklungsdienst) und der
Organisation „Bildung trifft
Entwicklung“ das Seminar ab.
Sie legte am Beispiel
eigener Erfahrungen als
Entwicklungshelferin
anschaulich dar, wie
Ressourcen wie Wasser und
Einkommen auf den
Weltkontinenten verteilt
sind und berichtete über
Probleme und
Lösungsmöglichkeiten bei der
globalen Wasserversorgung.
Dabei gilt es, das
Milleniumsziel der UN -
Versorgung der
Weltbevölkerung mit
Trinkwasser - unbedingt
weiter zu verfolgen und zu
erreichen.
Den Teilnehmerinnen wurde
dabei überdeutlich, dass
Wasser kein Rohstoff,
sondern ein Menschenrecht
ist. Sauberes Wasser muss
alles Menschen erschwinglich
zur Verfügung stehen und als
Grundrecht in der
Menschenrechtscharta der UN
verankert werden. Darüber
hinaus ist äußerst kritisch
zu hinterfragen, ob die
Privatisierung der
Wasserversorgung dazu
beitragen wird, alle
Menschen mit Trinkwasser zu
erschwinglichen Preisen zu
versorgen.
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